V e r Wie kann ein Aktionstag den Blick für die Gesundheit schärfen? Verena Hombücher von der BGW: „Die Gesundheit der Mitarbei tenden tritt im KitaAlltag häufig hinter die Bedürfnisse von Kin dern und Eltern zurück. Der Ak tionstag bietet einen Perspektiv wechsel. Wir sprechen über mögliche Belastungen im Ar beitsalltag und wie sich diesen begegnen lässt. Den Fachkräften fehlt beispielsweise oft der Mut, sich selbst kleine Auszeiten zu schaffen oder einfach mal ,Nein‘ zu sagen. Hierzu wollen wir im Rahmen des Aktionstags moti vieren. Jede Kita bekommt au ßerdem eine KitaBox, die sie behalten kann, mit Hintergrund wissen, Spielen, Übungen und Maßnahmen. Die Kinder können in alle Themen einbezogen wer den. Ergänzend erhält die Lei tung Infos zur Organisation des Arbeitsschutzes und zur Gefähr dungsbeurteilung.“ s e t t e u G n a J / W G B : s o t o F e n a H o m b ü c h e r Was sind die Herausforderungen im Kita-Alltag? Susanne Burghaus, GFO Kindergarten Löwenzahn, Olpe: „Wir sind eine Einrichtung für Kinder von ein bis drei Jahren. Der U3Bereich birgt täglich be sondere Herausforderungen. Die Arbeit ist körperlich sehr inten siv – häufiges Heben, Tragen und Arbeiten in niedriger Haltung belastet Rücken und Gelenke. Gleichzeitig ist die emotionale und mentale Belastung hoch, da die Kinder eine enge Begleitung und viel Aufmerksamkeit benöti gen. Hinzu kommen Personal ausfälle, die zu kompensieren sind, sowie die allgemeine Laut stärke im Alltag.“ Wie ging es nach dem Aktionstag weiter? Lena Wilke, Kindergarten unterm Regenbogen, Drolshagen: „Wir haben viele praktische Im pulse für den Alltag mitgenom men, besonders zum rücken schonenden Heben und Tragen und zum bewussten Umgang mit Stress und Pausen. Der Aktions tag hat dazu geführt, dass wir im Gesund im Betrieb Wie läuft so ein Aktionstag? Lena Wilke, Kindergarten unterm Regenbogen, Drolshagen: „Bei uns ging es zum Beispiel um das Einstellen der Stühle, ergo nomisches Verhalten, Stressbe wältigung und den Umgang mit Lärm. Der Tag war sehr gut orga nisiert, informativ und vor allem praxisnah. Wir starteten mit ei nem Rundgang durch unsere Einrichtung, bei dem wir bereits viel erklärt bekamen und dies direkt umsetzen konnten. Da nach hatte jede Kollegin und je der Kollege die Möglichkeit, sich im Mobil individuell beraten zu lassen. Dies kam bei unserem Team sehr gut an. Besonders po sitiv war, dass es Tipps gab, die man nicht nur im Arbeitsalltag, sondern auch im privaten Be reich anwenden kann.“ Wie kam das beim Team an? Kerstin Lütticke, GFO Kindergarten Sonnen- schein Hützemert, Drolshagen: „Im Vorfeld war das Team eher skeptisch. Die Unsicherheit war groß. Nach dem Tag waren die Kolleginnen dann aber sehr zu frieden. Sie empfanden es insbe sondere als sehr positiv, über Be lastungen sprechen zu können. Es war für sie auch interessant, etwas über die BGW zu erfahren.“ Team mehr auf unsere Gesund heit achten und uns gegenseitig häufiger daran erinnern, ge sundheitsfördernde Maßnah men im Alltag umzusetzen. Auch die BGW KitaBox wird ein fester Bestandteil unserer Arbeit, auf den wir immer zurückgreifen können.“ 3 | 26 BGW magazin 13