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BGW mitteilungen 01_2015 - Gesundheit gut gesteuert

Weitere Informationen Die BGW hält unter anderem Hautschutz- und Händehygienepläne für 25 Berufs- gruppen bereit – zum Download oder zum Bestellen als laminierter Aushang am Arbeitsplatz: www.bgw-online.de/ hautschutzplaene. Über spezielle Anforderungen in verschie- denen Branchen informieren auch die „Sicheren Seiten“, die sich insbesondere an Unternehmerinnen und Unternehmer in kleinen und mittleren Betrieben richten: www.bgw-online.de/sichere-seiten → Branche wählen → Infektionsschutz. Die Aktion „Saubere Hände“ hat den soge- nannten Krankenhauskeimen den Kampf angesagt und wendet sich dabei neben Krankenhäusern auch an Alten- und Pfle- geheime sowie ambulante Einrichtungen und Arztpraxen. Geboten werden fundier- te Informationen rund um die Händehy- giene, Kurse und die Möglichkeit zur Zer- tifizierung der jeweiligen Einrichtung: www.aktion-sauberehaende.de. Foto:BGW Wie entscheide ich, welches Händedes- infektionsmittel Verwendung findet? Dies ist eine gute Frage! So zeigt gerade die Wahl des Desinfektionsmittels sehr deut- lich die Überschneidung der Bereiche Hy- giene und Arbeitsschutz. Aus hygienischer Sicht soll das Desinfektionsmittel natürlich so ausgewählt sein, dass es effizient den Keim eliminieren und die Patientinnen und Patienten vor einer Infektion schützen kann. Gleichzeitig ist dieses häufig zu benutzen- de Desinfektionsmittel aber so zu wählen, dass es auch den Vorgaben des Arbeits- schutzes entspricht, das Personal schützt und insbesondere möglichst hautschonend, mit rückfettenden Substanzen ausgestattet und duftstofffrei ist. So ein Auswahlverfah- ren bedarf der Kommunikation zwischen den verantwortlichen Fachbereichen. Eine Sitzung des Arbeitsschutzausschusses und eine Sitzung der Hygienekommission zur Wahl eines Desinfektionsmittels als isolier- te Parallelveranstaltungen sind wenig sinn- voll. Ein Gemeinschaftstreffen wäre effek- tiver, lässt sich aber leider oft nicht reali- sieren. Der gegenseitige Austausch macht nicht nur inhaltlich Sinn, er fördert auch das Verständnis füreinander, schafft Syner- gien und kann Kosten sparen. Sterben Keime nicht sowieso schnell ab, wenn sie sich auf unbelebten Ober- flächen befinden? Nein, leider ist das nicht generell so. Noro- viren können zum Beispiel bis zu sieben Ta- ge auf unbelebten Oberflächen überleben. Manche für nosokomiale Infektionen bedeu- tende Bakterien können auf Oberflächen so- gar bis zu 16 Monate überleben und spezi- ell für Personengruppen mit geschwächter Immunabwehr ein hohes Risiko darstellen. Mit Blick auf den Arbeitsschutz sollten da- her insbesondere potenzielle Gefährdungen beispielsweise für Schwangere oder ältere Beschäftigte in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden. Interview: BGW Bei der hochfrequenten Händehygiene darf die begleitende Hautpflege auf keinen Fall vergessen werden. Foto:SozialstationOsthofen Gesundheit gut gesteuert Die Evangelische Sozialstation Osthofen nutzt das Steuerungsinstrument Balanced Scorecard erfolgreich für die Gesundheitsförderung. Seit rund acht Jahren gehört die Balanced Scorecard (BSC) zum Alltag in der Sozial- station, die mit 71 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern täglich rund 300 Menschen in Rheinhessen betreut. Die BSC ist ein Kenn- zahlensystem, mit dem neben „harten“ fi- nanziellen Faktoren gleichberechtigt auch andere nichtmonetäre Interessen eines Be- triebs erfasst und gesteuert werden können. Der ambulante Dienst stellt unter Beweis, dass sich das Instrument gut eignet, um Maßnahmen für die Mitarbeitergesundheit zusammenhängend zu planen und auszu- werten. Ausgangspunkt sind vier Perspektiven, für die jeweils jährliche Ziele definiert werden: „Mitarbeiter“, „Kunden und Qualität“, „Fi- nanzen“, „Prozess“. Für jedes Ziel werden einzelne Maßnahmen festgelegt, die anhand einer Kennzahl gemessen werden können. Ein Beispiel aus den Jahresplanungen in Ost- hofen: Die Ausfallzeiten sollen weiter redu- ziert werden. Dazu werden die regelmäßi- gen Mitarbeiterbefragungen zur psychischen Belastung und Beanspruchung ausgewertet: Ist diese gering, durchschnittlich oder hoch? 12 BGW mitteilungen 01 | 2015 Gesund im Betrieb

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