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BGW mitteilungen 01_2015 - Rehabilitation Passgenaue Leistungen für den Fall der Fälle

Rehabilitation: Passgenaue Leistungen für den Fall der Fälle Im besten Fall ist Rehabilitation etwas, womit sich Beschäftigte gar nicht erst auseinander- setzen müssen – weil die Arbeitsplätze bereits sicher und gesund gestaltet sind. Im Fall der Fälle können sie sich jedoch auf die Hilfe der BGW verlassen. Aber was genau wird für die Menschen getan, die im Arbeitsleben gesundheitliche Beeinträchtigungen durch einen Unfall oder eine Berufskrankheit erleiden? Claudia Drechsel-Schlund weiß, worauf es ankommt, wenn doch einmal etwas passiert. Die Geschäftsführerin der BGW-Bezirksver- waltung Würzburg sorgt seit 14 Jahren mit ihrem Team dafür, dass Menschen nach einem Arbeits- oder Wegeunfall sowie bei berufsbedingten Erkrankungen geholfen wird. Im Interview erläutert sie, was „Reha- bilitation“ (abgeleitet vom lateinischen Be- griff für „wiederherstellen“) heute im Zu- sammenhang der gesetzlichen Unfallversi- cherung bedeutet. Frau Drechsel-Schlund, das Thema Prä- vention steht allerorten auf der Tages- ordnung – die Politik diskutiert über ein Präventionsgesetz, Kranken- und Unfall- versicherung beraten Betriebe und Ver- sicherte, Gesundheitsförderung ist zu einem Wachstumsmarkt geworden. Da- gegen führt die Rehabilitation scheinbar ein Schattendasein. Ist sie nur ein Not- anker? Ganz im Gegenteil: Rehabilitation und Prä- vention sind in der gesetzlichen Unfallver- sicherung eng miteinander verknüpfte und gleichberechtigte Handlungsfelder. Es ist lei- der so, dass sich wohl nie alle denkbaren Ge- sundheitsgefährdungen am Arbeitsplatz mit letzter Sicherheit im Zuge der Prävention vor- ab erkennen und vermeiden lassen. Dann greift jedoch der Schutz, den unser gesetz- licher Auftrag verspricht: Hilfe für die Be- troffenen – mit allen geeigneten Mitteln. Diese Formulierung aus dem Sozialgesetz- buch VII ist übrigens schon ein Hinweis auf die Bedeutung, die Rehabilitationsleistun- gen zugemessen wird. Rehabilitation und Prävention sind dabei in ständiger Wech- selwirkung miteinander verbunden: Er- kenntnisse aus Unfällen und Berufskrank- heiten fließen direkt wieder in die Präven- tionsarbeit ein. Ein Beispiel: Wenn sich ers- te Symptome einer Erkrankung zeigen, die sich zu einer Berufskrankheit entwickeln kann, arbeiten Rehabilitation und Präven- tion zusammen, um ohne viel Bürokratie mit effizienten Maßnahmen für die Gesun- dung und die Erhaltung des Arbeitsplatzes zu sorgen. Die große Stärke der Unfallver- sicherung ist dabei, dass alle Leistungen aus einer Hand kommen. Rehabilitation – das bedeutet, dass Kran- ke Hilfe zur Genesung erhalten, oder? Es geht weit über die gesundheitliche Ge- nesung hinaus. Selbstverständlich erhalten Der Auftrag der BGW: Hilfe mit allen geeigneten Mitteln. 14 BGW mitteilungen 01 | 2015 Gesund im Betrieb

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