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BGW mitteilungen 01_2015

Fotos:privat;DGUV/Scheurlen,JanPauls;fotolia/goodluz Betroffene die bestmögliche medizinische Hilfe. So tragen speziell qualifizierte Ärz- tinnen und Ärzte – die sogenannten Durch- gangsärzte – und speziell zugeschnittene Ver- fahren, zum Beispiel für Hauterkrankungen oder für besonders schwere Verletzungen, sowie die eigenen Unfallkliniken der Berufs- genossenschaften dazu bei, die medizini- schen Hilfsleistungen optimal zu gestalten. Zum anderen ist unser Anspruch aber auch, dass die Betroffenen so gut wie möglich wie- der in alle Bereiche ihres bisherigen Lebens zurückfinden können. Das Stichwort hier lautet „Teilhabe“ – am Arbeitsleben wie am gesellschaftlichen Leben. Diese hat bei den Rehabilitationsleistungen den gleichen Stel- lenwert wie die gesundheitliche Genesung. Wie muss man sich das konkret vorstellen? Es geht zum Beispiel darum, dass jemand für die Rückkehr ins Arbeitsleben Unterstüt- zung benötigt – berufsvorbereitende Maß- nahmen, eine Fortbildung oder eine Um- schulung. Auch Leistungen an Arbeitgeber können erforderlich sein, damit dieser Mensch wieder einen geeigneten Arbeits- platz findet. Vielleicht ist aber auch ein Um- bau der Wohnung nötig, eine Haushaltshil- fe oder ein behindertengerechtes Fahrzeug. Die BGW übernimmt die Finanzierung sol- cher Hilfen und die Absicherung der Be- troffenen, genauso wie sie im Falle einer andauernden Erwerbsminderung eine Ren- te zahlt. Die Liste unserer Leistungen ist damit allerdings noch lange nicht vollstän- dig. Ein weiteres Beispiel, das mich persön- lich beeindruckt hat: In unserer Bezirksver- waltung haben wir auch einmal die Behand- lung und Nachschulung eines Blindenführ- hunds organisiert, der bei einem Unfall sei- ner Halterin auf dem Weg zur Arbeit verletzt worden war. Sie ist auf ihn angewiesen – wir haben dafür gesorgt, dass sie sich wei- terhin auf ihn verlassen kann. Und wie sieht es mit der Qualität der Leistungen aus? Die Unfallversicherung hat aus ihrer genauen Kenntnis vieler Fälle heraus ein Verfahren eingerichtet, das schon bei der ersten Mel- dung eines Unfalls oder eines Verdachts auf eine Berufskrankheit greift – je schnel- ler, desto besser. Die kompetente Begleitung der Betroffenen ist dabei ein ganz wichtiger Punkt. Ein Stichwort, das in der Praxis mitt- lerweile sehr große Bedeutung erlangt hat, ist das „Reha-Management“. Auch bisher hat die Unfallversicherung Verletzten oder Erkrankten schon Berufshelferinnen und Berufshelfer an die Seite gestellt, die diese persönlich unterstützt und die Maßnahmen koordiniert haben. Dies hat sich inzwischen zu einem umfassenden Reha-Management ausgeweitet – also zu einer professionellen Steuerung des gesamten Rehabilitations- verfahrens mit allen beteiligten Personen, Einrichtungen und Trägern. Übrigens ha- ben wir gerade erst wieder bei zwei Befra- gungen von Betroffenen, die Hilfen zur be- ruflichen Rehabilitation erhalten haben, bestätigt bekommen, dass unsere Leistun- gen eine hohe Qualität haben. Nicht nur die Betreuung durch die BGW schnitt dabei gut bis sehr gut ab, auch der Erfolg der Maß- nahmen war erfreulich. Frau Drechsel-Schlund, Sie selbst leiten eine Bezirksverwaltung der BGW. Was können Versicherte von Ihnen und Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern er- warten? Die Bezirksverwaltung in der jeweiligen Region ist der Ansprechpartner für Versi- cherte, wenn es um gesundheitliche Beein- Die gesundheitliche Genesung ist das erste Ziel. Genauso wichtig ist bei der Rehabilitation allerdings, dass Menschen nach einem Arbeits- unfall oder mit einer Berufskrankheit wieder an allen Bereichen des beruflichen und gesellschaftlichen Lebens teilhaben können. »Die große Stärke der Unfall- versicherung ist, dass alle Leistungen aus einer Hand kommen.« (Claudia Drechsel-Schlund, Geschäftsführerin der BGW-Bezirksverwaltung Würzburg) 15BGW mitteilungen 01 | 2015 Gesund im Betrieb

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