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BGW mitteilungen 02_2015 - Wenn die Arbeit zur Lebensphase passt

Foto:fotolia/scusi Bei Dienstplanwünschen, Fortbildungsteil- nahmen oder beim Umgang mit Konflikten wird es offensichtlich: Jüngere denken an- ders als Ältere, Singles haben andere Prio- ritäten als Familiengebundene, Karriere- und Wertvorstellungen verändern sich von Generation zu Generation. Wo nur darauf geachtet wird, dass ältere Beschäftigte al- tersgerechte Arbeitsbedingungen vorfin- den, werden letztlich wichtige Gestaltungs- möglichkeiten vernachlässigt. Aber wie kann die Personalpolitik hier ansetzen? Und was lässt sich mit einer Ausrichtung an Lebensphasen bewirken? Wer Lebensphasen definiert, denkt meist an Partnerschaft, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Pflegezeiten oder Krankheit. Doch nen sie eine Auszeit, einen Auslandsaufent- halt oder haben sie bereits ihren Ausstieg vor Augen? Zudem kann sich die Zugehörigkeit zu ver- schiedenen Generationen bemerkbar ma- chen: Die Babyboomer (1960er-Geburtsjah- re) gelten beispielsweise oftmals als durch- setzungsfähig, teamfähig, aber auch kon- kurrenz- und konflikterprobt. Die Genera- tion Golf (Ende der 60er bis 1980) wird als karriereorientiert, pragmatisch, auf materi- elle Werte ausgerichtet und eher kurzfristig loyal beschrieben. Die nachfolgende Inter- netgeneration setzt auf neue Medien, ist lern- bereit, flexibel und mobil. Trotz individu- eller Unterschiede ist klar: Mit den Ange- boten, die frühere Generationen überzeug- Pflegeeinrichtungen stehen im Brennpunkt der demografischen Veränderungen: Immer ältere Beschäftigte müssen immer mehr Pflegebedürftige versorgen, Nachwuchs fehlt. Unter Bedingungen wie diesen zahlt es sich besonders aus, auf die Lebensphasen der Beschäftigten einzugehen. Das Ziel: eine Arbeitsgestaltung, die allen gerecht wird. Wenn die Arbeit zur Lebensphase passt auch Faktoren wie ehrenamtliches Engage- ment, private Weiterbildungen, Hobbys oder soziale Netzwerke spielen je nach Lebens- phase eine unterschiedliche Rolle. Hinzu kommen Phasen der Neuorientierung oder persönliche Krisen. Alles in allem: Dinge, die im Privaten liegen, die jedoch die Ver- fügbarkeit, die Interessen und die Erwartun- gen der Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz beeinflussen. Auch Berufsphasen spielen eine Rolle Eine konsequente Lebensphasenorientie- rung nimmt zusätzlich Berufsphasen in den Blick: Sind die Beschäftigten gerade einge- stiegen und orientieren sich noch? Haben sie eine Phase der beruflichen Reife erreicht, nehmen sie Führungspositionen wahr? Pla- 10 BGW mitteilungen 02 | 2015 Gesund im Betrieb

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