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BGW mitteilungen 02_2015

Benutzungspflichtige Radwege Vorgeschrieben ist das Nutzen des Radwegs grundsätzlich dort, wo runde blaue Verkehrsschil- der mit weißem Fahrradsymbol stehen: zz Der reine Radweg trägt nur das Fahrradsymbol. Er kann auf Bordsteinhöhe oder als Radstrei- fen auf Fahrbahnhöhe angelegt sein. zz Der getrennte Rad- und Gehweg wird durch zwei Symbole nebeneinander angezeigt: Fahrrad und gehende Personen. Jede Gruppe hat den für sie bestimmten Teil des Weges zu nutzen. zz Der gemeinsame Geh- und Radweg ist an übereinander angeordneten Symbolen zu erkennen. Dort teilen sich beide Gruppen den Weg. Nach Gerichtsurteilen haben dabei allerdings die Radfahrerinnen und Radfahrer größere Sorgfaltspflichten. Von ihnen wird erwartet, dass sie im Notfall jederzeit anhalten können. Auf die Fahrbahn ausweichen dürfen Radfahrerinnen und Radfahrer von diesen Wegen, wenn sie nicht benutzbar sind – etwa wegen Beschädigungen, parkender Fahrzeuge oder anderer Hindernisse. Fall ist. Auf baulich von der Fahrbahn ge- trennten Radwegen werden sie an Ausfahr- ten und Kreuzungen leichter übersehen und stoßen öfter mit Fußgängerinnen oder Fuß- gängern zusammen. Viele Radwege sind ungünstig gestaltet. Oft verlaufen sie hinter Grün- oder Parkstreifen, sodass die Radlerinnen und Radler an Ein- mündungen oder Kreuzungen recht unver- mittelt ins Straßenverkehrsgeschehen ge- raten. Häufig führt der Radweg an Kreuzun- gen noch rechts an der Rechtsabbiegerspur vorbei – mitten durch den toten Winkel der abbiegenden Fahrzeuge. Auch sind die Wege manchmal zu schmal oder zu nah am Park- streifen angelegt. Als besonders gefährlich haben sich Radwege auf der linken Straßen- seite erwiesen. Dort darf man ohnehin nur fahren, wenn es entsprechend ausgeschildert ist. Denn wer links radelt, wird an Ausfahr- ten, Einmündungen und Kreuzungen be- sonders leicht übersehen. Besser wahrgenommen werden Radfahre- rinnen und Radfahrer auf der Fahrbahn, auf einem nur optisch davon getrennten Radstreifen oder auf einem durch eine ge- strichelte Linie abgeteilten Schutzstreifen. Allerdings radeln sie dort durchgängig im oder am Kfz-Verkehr mit. Autofahrerinnen und Autofahrer dürfen übrigens die durchgezogene Linie zum Rad- streifen nicht überfahren und die gestrichel- te zum Schutzstreifen nur bei Bedarf – aber ohne den Radverkehr zu gefährden. Das Par- ken ist auf Rad- und Schutzstreifen tabu. Oft können Radfahrerinnen und Radfahrer wählen, ob sie den Radweg oder die Fahr- bahn nutzen. Die Benutzungspflicht für Rad- wege wurde bereits 1997 auf blau beschil- derte Strecken (siehe Kasten) beschränkt. Tabu für Erwachsene ist jedoch der Gehweg. Es sei denn, dort steht das Zusatzschild „Rad- fahrerfrei“:SolcheGehwegedürfeninSchritt- geschwindigkeit befahren werden. Vorrang hat allerdings, wer zu Fuß geht. Wie fahren? Ganz allgemein ist für die Sicherheit im Straßenverkehr vorausschauendes und rück- sichtsvolles Verhalten aller Beteiligten wich- tig. Alle, die per Rad unterwegs sind, soll- ten darauf achten, dass sie wahrgenommen werden und berechenbar fahren. „Dazu ge- hört, im Zweifelsfall Blickkontakt zu den anderen Personen aufzunehmen und eige- nes Abbiegen durch Handzeichen anzukün- digen“, erläutert Welk. „Wichtig ist zudem genügend Sicherheits- abstand“, fügt der Verkehrsexperte hinzu. „Als Anhaltspunkte kann man sich als Rad- fahrerin oder Radfahrer 80 Zentimeter zum Gehweg, bis zu einem Meter zum rechten Fahrbahnrand und 1,50 Meter zu parkenden Fahrzeugen merken.“ Wer das Auto nutzt, hat beim Überholen von Fahrrädern grund- sätzlich mindestens 1,50 Meter Abstand zu halten. Womit fahren? Die Grundvoraussetzung für sicheres Rad- fahren ist und bleibt ein entsprechend aus- gestattetes und voll funktionstüchtiges Fahrzeug. „Hier können auch die Betriebe etwas tun – selbst wenn sie keinen Fahrrad- fuhrpark für Dienstwege haben“, erklärt Welk, „denn wer sichere und wettergeschütz- te Abstellmöglichkeiten schafft, trägt dazu bei, dass die Beschäftigten für den Weg zur Arbeit eher ein gutes, sicheres Rad nutzen – und nicht ein altes, klappriges Zweitrad.“ Ergänzend empfiehlt sich für Radlerinnen und Radler das Tragen möglichst großflächi- ger Reflektoren, etwa in Form einer Warn- weste oder eines Rucksacküberzugs, sowie eines passenden und richtig eingestellten Helms. Damit dieser auch die Stirn schützt, muss er ungefähr waagerecht sitzen. Außer- dem sollten die Riemen oder Stellschrauben regelmäßig nachjustiert werden. Sandra Bieler 13BGW mitteilungen 02 | 2015 Gesund im Betrieb

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