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BGW mitteilungen 02_2015 - Unterweisungsmaterialien für Werkstätten

Baukasten bestellen Der „Unterweisungsbaukasten“ für Werkstätten (das Aktionsspiel) kann gegen eine Schutzgebühr von 29 Euro online bestellt werden: www.bgw-online.de, Suche: CP-Um14. Unterweisungsmaterialien für Werkstätten Menschen mit Behinderungen lernen meist eher praktisch, hap- tisch und visuell. Daher ist ihre Unterweisung eine besondere He- rausforderung. Große Unterschiede in Konzentrationsfähigkeit und Auffassungs- gabe der Beschäftigten in Werkstätten für Menschen mit Behinde- rungen stellen hohe Ansprüche an Unterweisende und ihre Metho- dik. Mit umfangreichen Lern- und Lehrhilfen, die online im BGW- Lernportal zur Verfügung stehen, unterstützt die BGW Einrichtungen bei dieser Aufgabe. Die bekannte Identifikationsfigur „Nils“ weist dabei den Weg. Zum Herunterladen und Bearbeiten In den „Offenen Angeboten“ unter www.bgw-lernportal.de finden sich Materialien für die Bereiche Berufsbildung, Holzwerkstatt, Lager und Transport, Garten- und Landschaftsbau sowie für wei- tere Bereiche. Arbeitsblätter, Handlungshilfen und Präsentationen erleichtern die Unterweisung. Hinzu kommen Filmsequenzen, On- line-Lernspiele sowie Grafiken zu Gefährdungen und Schutzmaß- nahmen. Hilfestellungen gibt es auch für die Erstunterweisung und zu verschiedenen Einzelthemen. Die Materialien werden voraus- sichtlich bis Ende des Jahres komplett über- arbeitet. Zum Anfassen und Spielen Mit dem „Unterweisungsbaukasten“ liegt ergänzend ein haptisches Modul vor: ein Aktionsspiel, das in einer rund- erneuerten Ausgabe wieder bestell- bar ist. Enthalten sind über 150 Ak- tionskarten für den Berufsbildungs- bereich – jetzt in Leichter Sprache. Weitere stehen online zur Verfügung. Linda Tappe Mehr zum Thema Gewalt und Aggression Die Website der BGW bietet umfassende Informationen zum Umgang mit Gewalt und Aggression sowie zu Unterstützungsangeboten der BGW: www.bgw-online.de/gewalt. Foto:BGW/Kröger+Gross Durchgangsarzt oder zur Durchgangsärztin begleiten, die Meldung des Vorfalls im Be- triebundbeiderBGWanstoßen.Bewusstgeht es nicht um die emotionale Seite des Erleb- ten. Die Helferinnen und Helfer müssen über Wissen zur Krisenintervention verfügen; wich- tig ist auch, dass sie von Mitarbeitenden wie von Führungskräften akzeptiert werden. Im ersten Schritt erfolgt eine Schulung der künftigen Erstbetreuer und Erstbetreuerin- nen – unter anderem werden Gesprächs- techniken in Krisensituationen vermittelt. Im Elisabethenstift konnte man dabei auf die umfassende Vorarbeit des Koordinationsaus- schusses Gewaltprävention zurückgreifen. Denn seit Heiko Reegs Erlebnissen hat sich einiges getan: Es gibt Handlungsleitfäden, Deeskalationstrainings für Mitarbeitende, definierte Melde- und Dokumentationswege und vieles mehr. Zurückzuführen ist das in besonderer Weise auch auf Chefarzt Prof. Dr. Dr. Martin Ham- brecht, der sich schon kurz nach seinem Ein- tritt in das Unternehmen vor rund zehn Jah- ren des Themas annahm. Auch die kollegia- len Erstbetreuerinnen und Erstbetreuer unter- stützt er persönlich und macht damit deut- lich, dass alle Vorfälle ernst genommen wer- den:„WasunserePatientinnenundPatienten täglichanFürsorgevonunserwarten,dasmüs- sen wir uns selbstverständlich auch gegen- seitiggeben,wennwirbeiderArbeitinpsychi- sche Notlagen geraten. Der Chef ist da Vorbild.“ Im Elisabethenstift folgt die Erstbetreuung einerVerfahrensanweisung,dieeinenSchritt- für-Schritt-Überblick über die Hilfsleistun- gen bietet. Eine Namensliste und ein spezi- elles „Erstbetreuungs-Handy“ liegen an der Pforte bereit. Nicht ohne präventive Maßnahmen Gute Voraussetzungen wie in diesem Bei- spiel tragen wesentlich dazu bei, dass das Vorhaben Erstbetreuung erfolgreich ist und von den Beschäftigten angenommen wird. Erst einmal muss dazu der professionelle Umgang mit Gewalt und Aggression in der Organisationskultur verankert werden – mit Unterstützung der Führung. Und es geht nicht ohne einen „Unterbau“ an konkreten Maßnahmen zur Gewaltprävention, basie- rend auf der Gefährdungsbeurteilung. Denn die Erstbetreuerinnen und Erstbetreuer kom- men schließlich erst zum Einsatz, wenn schon etwas passiert ist. Und das sollte möglichst die Ausnahme bleiben. Anja Hanssen 15BGW mitteilungen 02 | 2015 Gesund im Betrieb

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