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Young Nurse | Ausgabe 3/2014 - KOLUMNE | Wer kommt denn da?

Saskias humorvoller Blick auf ihren Job

KOLUMNE M ir macht es nichts aus, mich schnell in den unterschiedlichen Ausbildungsab- teilungen bei uns in der Klinik einzuge- wöhnen. Die Kolleginnen und Kollegen sind nett und nehmen mich freund- lich auf, die Pflegeleitung unter- stützt uns, wo sie kann, und die Ärztinnen und Ärzte haben viel Verständnis, wenn am Anfang noch nicht alles auf Anhieb klappt. Bei den Patienten ist das manchmal ein bisschen anders. Das kann ich verstehen, vielen geht es ja nicht gut, sie haben Schmerzen, sind aufgeregt, weil sie operiert werden. Da ich aber immer freundlich mit ihnen umgehe, kommen wir prima miteinander ausund manche freuen sich schon, wenn ich ins Zimmer komme. Bei einer alten Dame ist mir dann etwas Lustiges passiert. Es war mein erster Tag auf der Station, ich habe ihr am Morgen das Frühstück gebracht. Sie saß schon aufrecht im Bett und wartete auf ihr Essen. Als sie mich mit meinem Tablett sah, wünschte sie mir einen guten Mor- gen und fragte direkt: „Wo istdenn ihr netter Bru- der heute?“ Ich war totalüberrascht, dass sie meinen Bruder kannte und über- legte, ob ich die Dame vielleicht auch kennen sollte. „Äh, der hat heuteSchule.“ „Ach ja, stimmt, sie haben ja auch Berufs- schule, nicht?“ „Ja schon“, ant- wortete ich. „Aber mein Bruder geht in die 11. Klasse, der macht noch keine Ausbildung.“ „Nicht?“, fragte die Dame etwas verwirrt. „Aber der war so nett ges- tern Abend.“ Ich war völ- lig irritiert. „Dann grüßen sie den Michael doch noch mal ganz herzlich von mir, Schwester Saskia.“ Mein Bruder heißt Julius, aber jetzt hatte ich es verstanden: Sie meinte meinen Kollegen, der Abenddienst hatte. Dir ist auf der Arbeit auch schon mal etwas richtig Lustiges passiert? Dann schick uns deine Geschichte per E-Mail an redaktion@bgw-young.de Wer kommt denn da? von Saskia, 20 Jahre, Auszubildende im 1. Lehrjahr Beliebte Jobs! Promi-Job Nach einem allergischen Schock und einigen Tagen Krankenhausaufenthalt hat Miley Cyrus nun für eine längere Zeit zwei Krankenschwestern um sich. Sie kümmern sich 24 Stunden am Tag um den Star. Außerdem sollen sie auch das Ess- und Trinkverhalten der 21-Jähri- gen im Auge behalten. Denn Miley muss eine strenge Diät mit frischem Obst und Gemüse einhalten und bekommt Vitaminspritzen, um ihr Immunsystem zu stärken. Zum 31. Dezember 2012 waren rund 5,2 Millionen Menschen und damit etwa jeder achte Beschäf- tigte in Deutschland im Gesundheitswesen tätig. Vor allem bei Frauen ist das Gesundheitswesen ein beliebtes Arbeitsfeld. Im Jahr 2012 waren rund 76 Prozent der Beschäftigten weiblich. Schlechtere Chancen „Arzt heiratet Krankenschwester“ war einmal. Der Trend geht heute zu „Arzt heiratet Ärztin“. Soziologen nennen diesen Trend „Assor- tative Mating“, also die Tendenz, dass Gleiche mit Gleichen zusammenkom- men. Vor 20 Jahren gehörten nur bei 33 Prozent beide Partner zur gleichen Ein- kommensgruppe, heute sind es 40 Prozent. YOUNG NURSE // Ausgabe 3 | 2014 3

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