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Young Nurse | Ausgabe 3/2014

r YOUNG NURSE // Ausgabe 3 | 2014 3 5 zurück. Das ist ein superschönes Gefühl.“ Annas Lächeln sehen die Kinder aber selten. Sie trägt bei der Versorgung von infektiösen Patienten eine spezielle Halbmaske mitFilter. Hinzu kommen passgenaue Einmalhand- schuhe und eine lange Schürze. Alles wird nach jedem Patientenkontakt gewechselt. „Die Kleinen begreifen das noch nicht. Den Jugendlichen auf der Infektionsabteilung ist der Aufwand manchmal unangenehm, weil sie wissen, dass wir das wegen ihnen machen“,erzähltAnna:„Wichtigistinsolchen Fällen, dass wir immer alles genau erklären.“ Kommunikation sei sowieso das A und O in ihrem Job. Immer wieder erklären Ärzte und Pflegekräfte, was sie warum machen. Und nichtnurdenKindern und Jugendlichen: „Wirreagierenimmer ruhig, um auch den Eltern das Gefühl zu ver- mitteln: Wir wissen, wie ihrem Kind geholfen werdenkann.“RedennimmtnichtnurÄngste, sondern schützt auch vor unliebsamen Abwehrreaktionen – etwa, wenn ein Arzt Blut abnimmtundAnnaihmassistiert.Dochinsol- chen Situationen stößt sie auch an Grenzen: „Erwachsene und Jugendliche kann man vorwarnen, die halten dann still. Aber gerade bei kleinen Kindern weiß man nie genau, wie sie reagieren.“ Was dann hilft, ist Erfahrung. Des- wegen ist ihr Tipp für alle anderen Auszubildenden: „Mitlaufen, immer mitlaufen.MancheSchwesternsagen nicht ‚Komm mit‘, sie setzen es ein- fachvoraus.Nursolerntman.“DieKol- leginnen sind auch erste Anlaufstelle, wenn die Schattenseite der Arbeit auf- taucht: der emotionaleStress. „Gerade wenn es um junge Patienten kritisch steht und sie auf die Intensivstation müssen, fällt es mir schwer, damit umzugehen.“ Was dannhelfe,seienvorallemGesprächemitKol- leginnen: „Mir helfen auch Sport und meine Familie,aberdieKolleginnensteckenmitdrin. Die verstehen einen noch besser.“ Und obwohl die Infektionsgefahr in dieser Abteilung ständiger Begleiter ist, hat Anna keine Angst : „Wenn man sich gut vorbereitet und weiß, was man tut, ist die Gefahr über- schaubar.“VoreinerAnsteckungsgefahrkann sich Anna aber nicht schützen: dem La- chen der Kinder, die gesund und voll Ta- tendrang ihre Station verlassen. Und da ist er wieder, der Grund, warum sie Kinder- krankenschwester lernt: die leuchtenden Augen der Kids. „Viele Erwachsene sind wehleidiger als meine kleinen Patienten.“ „Man muss sich konzentrieren, viel laufen und es ist warm auf der Station. Deswegen trinke ich viel Wasser.“ Deine BGW rät: Dr. Johanna Stranzinger, Arbeitsmedizinerin bei derBGW: „Bei der Versorgung von infektiösen Patienten wird eine partikelfiltrierende Halbmaske getragen. Sie schützt vor allem vor Tröpfcheninfektionen. Damit sie richtig sitzt, muss der Metallbügel auf der Nase angepasst werden und darauf geachtet wer- den, dass sie seitlich dicht ist. Sie darf unter Kolleginnen auch nicht getauscht werden.“ Sauberkeit muss sein: Hygiene ist im Krankenhaus immer wichtig – für mich und meine Patienten. ‚‚Ich finde Medizin faszinierend und liebe es, Kinder zu umsorgen."

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